Erfahrungsbericht von René Burkhart – Mitfahrtag am 18. August 2025.
Am 18. August durfte ich einen Tag lang Peter Beutler, Vizepräsident von Tixi Zürichsee-Linth, auf seiner Tour begleiten. Das gemeinnützige Unternehmen hat sich auf den Transport von gehbehinderten Personen und Rollstuhlfahrgästen spezialisiert. Die Fahrerinnen und Fahrer engagieren sich ehrenamtlich und ermöglichen ihren Gästen Mobilität, Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Der Arbeitstag begann frühmorgens um 6.30 Uhr. Insgesamt waren 14 Fahrten mit neun Fahrgästen geplant, verteilt auf die Linth-Ebene und den Zürichsee. Die Aufgaben reichten vom sicheren Fixieren von Rollstühlen bis hin zur Unterstützung beim Ein- und Aussteigen. Schnell wurde deutlich, dass nicht nur körperliche Hilfe gefragt ist, sondern auch Einfühlungsvermögen. Jeder Fahrgast brachte individuelle Bedürfnisse mit, und Peter verstand es, darauf einzugehen.
Besonders eindrücklich fand ich, wie Peter seinen Fahrstil anpasste: sanft und ruhig mit Fahrgästen, dynamischer, sobald das Fahrzeug leer war. Er meisterte den engen Zeitplan souverän, blieb auch bei Verspätungen gelassen und sorgte stets für eine angenehme Atmosphäre. Unterstützen durfte ich ihn bei verschiedenen Arbeiten, zum Beispiel beim Bedienen der Rampe, die manuell auf- und zugeklappt wird.
Für meine eigene Tätigkeit als Fahrlehrperson nehme ich mit, wie wichtig es ist, Fahrschülerinnen und Fahrschüler auf die Realität des Berufslebens vorzubereiten: Sie sollen lernen, ihr Fahrverhalten nicht nur technisch, sondern auch psychologisch an die Mitfahrenden anzupassen. Rücksicht, Empathie und Geduld sind zentrale Faktoren im Personentransport.
Für Peter selbst ist die grösste Motivation die Dankbarkeit der Fahrgäste – insbesondere von Kindern. Gleichzeitig sind die engen Zeitpläne eine Herausforderung, gerade wenn Fahrgäste ungeduldig werden. Trotzdem überwiegt für ihn das Positive: «Diese Arbeit lehrt Demut und schenkt viele wertvolle Begegnungen.»
Der Mitfahrtag zeigte klar: Zeitmanagement, Empathie und eine angepasste Fahrweise sind Schlüsselqualitäten im Krankentransport. Für uns als Transportschule AG bedeutet das, Fahrschülerinnen und Fahrschüler noch stärker für diese Aspekte zu sensibilisieren.




